"BIBLIOTHEKEN BEWEGEN!" – DER FILM

"Laaangweilig?" Aber nicht doch! Der ImageClip zum Motto „eMotion – Bibliotheken bewegen!“ zeigt, was die Öffentlichen Bibliotheken ausmacht: Sie sind ein Ort zum Wohlfühlen, ein Ort, an dem man viel erleben und Spaß haben kann, ein Ort, an dem man sich mit Freunden trifft, und an dem man Medien aller Art nutzen kann. Nicht nur zur "Nacht der Bibliotheken"!

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Nachlese 2009: Bibliotheken bauen Brücken

„Nacht" 2009: gut 60.000 Besucher Bibliotheken bauten viele Brücken

Über volle Häuser bis tief in die Nacht konnten sich die Bibliotheken in ganz Nordrhein-Westfalen am Freitagabend freuen. Zu den rund 1000 Events unter dem Motto „Bibliotheken bauen Brücken" kamen gut 60.000 Besucher in öffentliche, wissenschaftliche und kirchliche Bibliotheken. Ob Gruselgeschichten bei Taschenlampenlicht, Manga-Workshops für Jugendliche oder Lesungen angesagter Autoren: Vielerorts waren die Veranstaltungen der „Nacht", die vom Verband der Bibliotheken (vbnw) initiiert wird, ausverkauft. So zu Beispiel in Emsdetten, wo Sarah Kuttner las und die Lokalzeit des WDR Fernsehens berichtete.

Und das Lesefieber im „Treffpunkt Bibliothek" grassiert weiter: Erstmals stellte die „Nacht" den Auftakt der bundesweiten Veranstaltung „Deutschland liest" dar. Das heißt: Überall im Land laden die Bibliotheken auch während dieser Woche zu manchem Highlight ein. Den Abschluss der deutschlandweiten Aktivitäten bildete der traditionelle Vorlesetag 2009 am Freitag (13. November).

Christine Westermann... Grußwort unserer Schirmherrin

Im Kalender ist der 6. November 2009 ein ganz normaler Freitag. Nicht in meinem. In meinem ist dieser Freitag rot angestrichen: Nacht der Bibliotheken. Überall in Nordrhein-Westfalen machen die Bibliotheken dann die Nacht zum Tag unter der Überschrift: „Bibliotheken bauen Brücken". Das tun sie wirklich. Sie bauen Brücken in eine andere Welt. Für mich gibt es nichts Schöneres als mit einem guten Buch in eine andere Welt, ein anderes Leben abzudriften.

Ein gutes Buch. Jetzt bloß keinen Angstschweiß bekommen. Ein gutes Buch, das ist für mich nicht etwas, das Arbeit macht, mit dem man sich abmühen muss.Ein gutes Buch ist auch keine intellektuelle Visitenkarte, mit der man angeben will. Man muss den Büchnerpreisträger nicht gelesen haben, man kann. Vorausgesetzt, er kann so schreiben, dass man seine Geschichte nicht nach 52 Seiten ermüdet und enttäuscht zur Seite legt. Wenn er so schreiben kann, dass man Lust hat, weiter zu lesen. Ein gutes Buch ist keines, das seinen Leser quält. Es ist eines, das einem lange nicht mehr aus dem Kopf geht. Das man mit Freude weitergibt. Verschenkt.

Die Alternative: Man empfiehlt die Bibliothek. Das Buch ist da und die Chance, einfach zu verweilen, auch andere Bücher zu erfassen, ein paar Seiten zu lesen, zu fühlen, ob einem genau diese Geschichte, ihre Sprache auch wirklich nah kommt.

Bibliotheken sind auch immer Treffpunkte, ein fröhliches Nebeneinander verschiedener Kulturen. Und: Ein Treffpunkt von Menschen mit verschiedenen Interessen. Denn in Bibliotheken kann man sich informieren, sich unterhalten und - wer nicht immer nur lesen mag - hören und sehen: Bibliotheken sind immer auch Standorte für elektronische Medien, für Hörbücher, für DVDs.

Bibliotheken sind eben nicht mehr dunkle, leicht verstaubte Orte, an denen Menschen mit dicken Brillen als Bücherwürmer unterwegs sind und ein großes Schild „RUHE" anmahnt. Lassen Sie sich in der „Nacht der Bibliotheken" vom Kulturangebot überzeugen. Und von einer statistischen Zahl: Zwei Drittel aller Besucher einer Bibliothek sind jünger als 40 Jahre.

„Deutschland liest – Treffpunkt Bibliothek" so heißt am 6. November die bundesweite Aktion. Und das Motto in der langen Büchernacht in Nordrhein-Westfalen: Bibliotheken bauen Brücken.

Ich würde mich wirklich freuen, wenn Sie am 6. November Lust hätten, mit mir zum Beispiel in der Stadtbibliothek Köln über die eine oder andere Bücherbrücke zu gehen. Sie werden sich wundern, wo man beim Lesen überall hinkommen k ann.....

Viel Vergnügen wünscht Ihnen Ihre

Christine Westermann

Ein gutes Buch oder der 1.FCK?

Alle drei

Pressekonferenz zur „Nacht der Bibliotheken" mit Christine Westermann

Bei der überregionalen Pressekonferenz zur „Nacht der Bibliotheken", die am 27. Oktober in der Stadtbibliothek Köln stattfand, konnte Dr. Rolf Thiele, Vorsitzender des vbnw, auch Schirmherrin Christine Westermann begrüßen. Es sei das erste derartige Amt, das sie übernommen habe, sagte die bekannte Moderatorin. Sie freue sich, Schirmherrin der „Nacht der Bibliotheken" zu sein. Westermann: „Das sage ich häufig, aber diesmal meine ich es auch." Westermann gab sich Literatur begeistert und dabei bodenständig: „Ich lese gern, sehr gern. Wenn man das Fernsehen aus macht um zu lesen, kommt man ganz anders aus einem stressigen Tag heraus", meinte sie einerseits. Anderseits: „Ob ich mir ein Leben ohne Bücher vorstellen kann? Es fällt mir schwer, aber ich kann es. Wenn ich mich zwischen einem Buch und einem Spiel des 1. FC Köln entscheiden muss, entscheide ich mich jederzeit für den 1. FCK. Das Buch läuft ja nicht weg."

Dr. Rolf Thiele betonte vor allem, dass die Organisation und Durchführung der „Nacht der Bibliotheken" gerade für die kleineren Einrichtungen im Land ein wahrer Kraftakt sei. Schließlich öffnen viele Bibliotheken am Freitag, 6. November, zum Teil bis Mitternacht und bieten nicht nur Beratung und Ausleihe, sondern ein vielfältiges Programm. Heidi Weller (FH Köln), Leiterin der Planungsgruppe „Nacht" stellte einige der zahlreichen Projekte vor, die während der „Nacht" geplant sind.

Stephan Schwering, „Vater" der Idee der „Nacht" und Leiter der Stadtbibliothek Emsdetten, fasste zusammen, warum Bibliotheken sich jetzt zum dritten Mal auf den „Kraftakt" einlassen: „Es gibt im Land viele Leuchttürme der Kultur. Darüber wird die Basiskulturarbeit, die Bibliotheken leisten, leicht vergessen. Deshalb tun wir Bibliotheken uns bei der ,Nacht' zusammen, um mit unseren Kulturevents gemeinsam ins Land hinaus zu strahlen."

Heidi Weller, Leiterin der Planungsgruppe „Nacht

Heidi Weller, Leiterin der Planungsgruppe „Nacht", und vbnw-Vorsitzender Dr. Rolf Thiele

Die „Hausherrin“ der Stadtbibliothek Köln, Dr. Hannelore Vogt.

Die „Hausherrin" der Stadtbibliothek Köln, Dr. Hannelore Vogt.

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